Biographie

Martin Švajda wurde 1964 in Brno geboren. Seine ersten musikalischen Erfahrungen sammelte er während seines siebenjährigen Klavierstudiums in der  Musikschule  Žerotín in Olmütz bei Marie Šubová.

Mit fünfzehn begann er im Konservatorium P. J. Vejvanovský in Kroměříž (1979 – 1985) unter der Leitung Mgr. František Rybář das Violoncello zu spielen. Beim Absolventenkonzert erklang dann in seiner Interpretation die 3. Suite C dur, BWV 1009 für solo Violoncello von J. S. Bach und das Konzert C dur Hob. VIIb von J. Haydn.

Von 1986 bis 1991 studierte er in der Violoncello-Klasse beim Prof. Jan Hališka an der Janáček Akademie der musischen Künste in Brno. Er erhielt den Preis des Tschechischen Musikfonds (1987). Kurz darauf 1988 realisierte er seine ersten Rundfunkaufnahmen. Als Solist  debütierte er in Spanien, Frankreich und Deutschland (1989 – 1990) und spielte in der damaligen Staatsphilharmonie Brno (1989 – 1991). Sein Studium schloss er mit dem Rezital aus den Werken G. Frescobaldi, J. Brahms, P. I. Čajkovskij, I. Stravinskij und mit der Aufführung des Konzerts h moll Op. 104 von Antonín Dvořák mit der Philharmonie Bohuslav Martinů Zlín im Rahmen des „Zlíner Musikfrühlings 1991“.

Eine Wende in seinem Leben, bedeutete für ihn die Aufnahme als Violoncellist in das renommierte Brünner Streichquartett, wo er 1990 auf einem Konzerttournee in Schweden debütierte.

In den mehr als 20 Jahren spielte er mit diesem Quartett Hunderte von Konzerten bei Musikfestivals in Österreich, Frankreich, Spanien, Schweden, Italien, in der Schweiz, Deutschland, den USA, der Slowakei, Gross Britannien und machte duzende Aufnahmen für denTschechischen Rundfunk, ORF, Firma EDIT oder österreichischen ARICORD.

Seine Zusammenarbeit mit dem Pianisten Pavel Kratochvíl begann 1993. Er absolvierte das Konservatorium in Teplice (1998 bei Věra Vlková) und  JAMU in Brno (1993 bei Prof. Jiří Doležal). Ihre gemeinsamen Konzertaufführungen wusste das Publikum nicht nur in der Tschechischen Republik, aber auch in Holland, Spanien, in der Slowakei und weiteren europäischen Ländern zu schätzen.

Eine Vollkommenheit des Zusammenspiels, die Reinheit des Stiles und die Originalität des musikalischen Denkens trugen ihre Früchte in Gestallt eines CD mit den Werken von R. Schumann, C. Debussy und I. Stravinsky (1998 – Regie Peter Řezníček)  und 2002,  bei der Entstehung  des  Klavier Krommer Trios.

Mit dem Kammerorchester Bohuslav Martinů  spielt er bereits  in der 18. Saison. Bei regelmäßigen Aufführungen in den Ländern Europas und in den USA, realisiert  er Aufnahmen oder direkte Übertragungen von Konzerten, vornehmlich für den Tschechischen Rundfunk Brno und ORF.

In den letzten Jahren ist eine Reihe von Rezitals in der Tschechische Republik erwähnenswert  und seine Mitwirkung bei den Sommer IMF in Deutschland und Österreich, so wie seine Teilnahme an  Festivals in der Slowakei und eine wiederholte Aufführung des Konzerts h moll von A. Dvořák mit der Filharmonie B. Martinů in Zlín, bei dem Eröffnungskonzert des Festivals „Janáček und Luhačovice 2009“, unter der Schirmherrschaft von Frau Livia Klaus, der ersten Dame in Tschechien, der Mäzenin des Festivals.

Für das kommende Jahr, neben neuen Konzerten,  bereitet  er ein weiteres  CD, unter dem Titel „Französische  Sonaten“, aus dem die Werke von César Franck und Francis Poulenc  erklingen werden.